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Erwachsene
Grippe-Impfung
Influenza (Grippe) · Totimpfstoff · für Kinder 2–17 J auch nasaler Lebendimpfstoff
Kurz erklärt
Einmal im Jahr im Herbst. Der Impfstoff wird jedes Jahr an die neuen Grippeviren angepasst – deshalb jährlich.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 1–2 Tage
Was ist das?
- Akute Infektion der Atemwege durch Influenzaviren. Die Viren verändern sich ständig, deshalb jedes Jahr neue Wellen.
Wie wird sie übertragen?
- Tröpfchen und Aerosole beim Husten, Niesen, Sprechen
- Über Hände und Oberflächen
- Ansteckend etwa ab 1 Tag vor bis 5–7 Tage nach Krankheitsbeginn
Welche Beschwerden treten auf?
- Plötzlicher Beginn mit hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl
- Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, trockener Husten
- Ältere haben oft kein hohes Fieber, sondern Verwirrtheit oder Schwäche
Wie wird sie behandelt?
- Bettruhe, Flüssigkeit, fiebersenkende Mittel
- Risikopatienten: Neuraminidasehemmer (z. B. Oseltamivir) möglichst innerhalb von 48 Stunden
- Antibiotika nur bei bakterieller Zweitinfektion
Verlauf und Komplikationen
- Meist 5–7 Tage, die Erschöpfung hält oft Wochen an
- Komplikationen: Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung, Verschlechterung von Herz- und Lungenerkrankungen, Herzinfarkt
- In Deutschland jedes Jahr Tausende Todesfälle, in starken Saisons über 20.000
Wann und wie oft impfen?
- Alle Gruppen
- 1 Dosis jährlich, ideal Oktober bis Mitte Dezember; auch später in der Saison noch sinnvoll
- Ab 60 J
- Hochdosis- oder MF59-adjuvantierter Impfstoff
- Kinder <9 J
- Bei allererster Impfung 2 Dosen im Abstand von ≥4 Wochen
Auffrischung: jedes Jahr im Herbst
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Alle ab 60 Jahren
- Schwangere ab 2. Trimenon, bei Grunderkrankung ab 1. Trimenon
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischer Erkrankung (ab 6 Monaten)
- Bewohner von Pflegeeinrichtungen
- Medizinisches und Pflegepersonal, Menschen mit viel Publikumsverkehr
- Kontaktpersonen von Risikopatienten
- Personen mit engem Kontakt zu Geflügel oder Wildvögeln
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Anaphylaxie auf eine frühere Influenza-Impfung
- Akuter fieberhafter Infekt – verschieben
- Hühnereiweißallergie: meist impfbar (zellkulturbasierter Impfstoff); nach Anaphylaxie unter Überwachung
- Nasaler Lebendimpfstoff: nicht bei Immunsuppression, schwerem Asthma, in der Schwangerschaft
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Schmerz und Rötung an der Einstichstelle
- 1–2 Tage Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen
Gelegentlich
- Fieber
- Allergische Reaktion
Sehr selten
- Sehr selten Guillain-Barré-Syndrom (etwa 1–2 pro 1 Mio. Impfungen)
- Sehr selten Anaphylaxie
Was nach der Impfung zu beachten ist
- 15 Minuten in der Praxis bleiben
- Grippeähnliches Gefühl ist eine Impfreaktion, keine Grippe
- Schutz nach ca. 2 Wochen
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung bei bestimmten Voraussetzungen
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.