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Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

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Ab 60 und Risikogruppen

Gürtelrose-Impfung

Herpes zoster (Gürtelrose) · Adjuvantierter Totimpfstoff (Shingrix)

Kurz erklärt

Zwei Spritzen gegen Gürtelrose. Kann 1–3 Tage ganz schön schlauchen, schützt dafür zu über 90 % und lange.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): Jahre bis Jahrzehnte nach Windpocken

Was ist das?

  • Das Windpockenvirus bleibt nach der Kinderkrankheit lebenslang in Nervenknoten. Wird das Immunsystem schwächer, wacht es auf und wandert den Nerv entlang zur Haut.

Wie wird sie übertragen?

  • Keine Ansteckung im eigentlichen Sinn – es ist das eigene Virus
  • Bläscheninhalt kann bei Menschen ohne Immunität Windpocken auslösen

Welche Beschwerden treten auf?

  • Erst brennende, stechende Schmerzen, dann Rötung und Bläschen in einem Streifen auf einer Körperseite
  • Häufig Rumpf, aber auch Gesicht und Auge (Zoster ophthalmicus)

Wie wird sie behandelt?

  • Antivirale Tabletten (Valaciclovir, Aciclovir, Brivudin) innerhalb von 72 Stunden
  • Brivudin nie zusammen mit 5-Fluorouracil (lebensgefährlich)
  • Konsequente Schmerztherapie, bei Augenbeteiligung Augenarzt

Verlauf und Komplikationen

  • Ausschlag heilt in 2–4 Wochen
  • Post-Zoster-Neuralgie: monate- bis jahrelange Nervenschmerzen, bei Älteren häufig
  • Augenbeteiligung kann Sehverlust bringen. In den Wochen danach ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Wann und wie oft impfen?

Ab 60 J
2 Dosen im Abstand von 2–6 Monaten
Ab 18 J mit Risiko
2 Dosen im Abstand von 2–6 Monaten
Nach Gürtelrose
Impfen, sobald die Erkrankung abgeheilt ist

Auffrischung: derzeit keine

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Alle ab 60 Jahren
  • Ab 18 J mit erhöhtem Risiko, z. B. Immundefizienz oder Immunsuppression, HIV, rheumatoide Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Diabetes, COPD/Asthma, chronische Niereninsuffizienz

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Akute Gürtelrose – erst nach Abheilung
  • Anaphylaxie auf einen Bestandteil
  • Kein Lebendimpfstoff: auch bei Immunsuppression geeignet

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Starke Schmerzen am Arm (sehr häufig)
  • Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen
  • Fieber, Schüttelfrost – etwa jeder Zehnte ist 1–2 Tage eingeschränkt

Gelegentlich

  • Lymphknotenschwellung
  • Ausschlag, Juckreiz

Sehr selten

  • Sehr selten Guillain-Barré-Syndrom (Signal in Studien)
  • Sehr selten Anaphylaxie

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • Patienten vorwarnen: 1–3 Tage deutliche Impfreaktion möglich
  • Termin nicht direkt vor wichtige Ereignisse legen
  • Termin für die 2. Dosis gleich vereinbaren – nur beide Dosen schützen gut

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

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