Kurz erklärt
Gelbsucht, die über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen wird. Drei Spritzen, danach meist lebenslanger Schutz.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 45–180 Tage
Was ist das?
- Virusinfektion der Leber. Kann ausheilen oder chronisch werden.
Wie wird sie übertragen?
- Blut (Nadelstich, Drogen, Tätowieren unter schlechten Bedingungen)
- Sex
- Von der Mutter auf das Kind bei der Geburt
- Haushalt: Rasierer, Zahnbürsten
Welche Beschwerden treten auf?
- Oft keine Beschwerden
- Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Oberbauchschmerzen
- Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl
Wie wird sie behandelt?
- Akut: meist nur symptomatisch, Alkohol meiden
- Chronisch: Tabletten (Tenofovir, Entecavir), oft lebenslang, oder Interferon
Verlauf und Komplikationen
- Erwachsene: über 90 % heilen aus, 5–10 % werden chronisch
- Neugeborene: rund 90 % chronisch
- Chronisch: Leberzirrhose und Leberkrebs über Jahrzehnte
Wann und wie oft impfen?
- Säuglinge
- Im 6-fach-Impfstoff
- Erwachsene
- 3 Dosen: 0, 1 und 6 Monate
- Erfolgskontrolle
- Anti-HBs 4–8 Wochen nach 3. Dosis bei Indikationsgruppen; ≥100 IE/l = Schutz
- Low-/Non-Responder
- Bis zu 3 weitere Dosen mit Kontrolle
Auffrischung: bei Respondern meist keine; bei Immundefizienz jährliche Titerkontrolle
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Alle Kinder und Jugendlichen
- Chronische Leber- oder Nierenerkrankung, Dialyse
- HIV, Immundefizienz
- Haushaltskontakte HBsAg-positiver Personen
- Sexualverhalten mit hohem Risiko, Drogenkonsum
- Medizinisches Personal, Polizei, Rettungsdienst
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Anaphylaxie auf einen Bestandteil (Hefe)
- Akute fieberhafte Erkrankung – verschieben
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Lokalreaktion
- Müdigkeit
Gelegentlich
- Fieber
- Gelenk- und Muskelschmerzen
Sehr selten
- Sehr selten Anaphylaxie
Was nach der Impfung zu beachten ist
- Titerkontrolle terminieren
- Impfpass: Datum und Titer dokumentieren
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung bei bestimmten Voraussetzungen
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.