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Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

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Kinder und Jugendliche

HPV-Impfung

HPV · Totimpfstoff (Gardasil 9, Cervarix)

Kurz erklärt

Schützt vor Viren, die Gebärmutterhals-, Anal-, Penis- und Rachenkrebs auslösen. Am besten mit 9 bis 14 Jahren – dann reichen 2 Spritzen.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): Monate bis Jahre

Was ist das?

  • Humane Papillomviren infizieren Haut und Schleimhaut. Hochrisiko-Typen (v. a. 16, 18) verursachen Krebsvorstufen und Krebs, Niedrigrisiko-Typen (6, 11) Genitalwarzen.

Wie wird sie übertragen?

  • Haut- und Schleimhautkontakt, vor allem beim Sex
  • Kondome schützen nur teilweise

Welche Beschwerden treten auf?

  • Meist gar keine
  • Genitalwarzen
  • Krebsvorstufen machen keine Beschwerden – deshalb Früherkennung

Wie wird sie behandelt?

  • Kein Medikament gegen das Virus
  • Warzen: Cremes, Vereisung, Laser
  • Vorstufen am Gebärmutterhals: Kontrolle oder Konisation; Krebs: onkologische Therapie

Verlauf und Komplikationen

  • Fast alle Menschen infizieren sich irgendwann; die meisten Infektionen heilen in 1–2 Jahren aus
  • Hält die Infektion an, kann über Jahre Krebs entstehen: Gebärmutterhals, Anus, Penis, Vulva, Rachen
  • In Deutschland rund 4.500 neue Gebärmutterhalskrebs-Fälle pro Jahr

Wann und wie oft impfen?

9–14 J
2 Dosen, Abstand 5–13 Monate
Ab 15 J
3 Dosen (0, 2, 6 Monate)
Abstand <5 Monate
Dann 3. Dosis nötig

Auffrischung: keine

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren
  • Nachholen bis 17 Jahre
  • Danach individuelle Entscheidung – auch Erwachsene profitieren

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Schwangerschaft – verschieben
  • Anaphylaxie (bei Gardasil auch Hefe)
  • Akute fieberhafte Erkrankung – verschieben

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Schmerz, Rötung, Schwellung
  • Kopfschmerzen

Gelegentlich

  • Fieber
  • Ohnmacht direkt nach der Spritze (Stressreaktion)

Sehr selten

  • Große Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen, CRPS oder POTS
  • Sehr selten Anaphylaxie

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • 15 Minuten sitzen oder liegen bleiben – Jugendliche werden nach Spritzen öfter ohnmächtig
  • Am Impftag kein Sport

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung bei bestimmten Voraussetzungen

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

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