Kurz erklärt
Schützt vor Viren, die Gebärmutterhals-, Anal-, Penis- und Rachenkrebs auslösen. Am besten mit 9 bis 14 Jahren – dann reichen 2 Spritzen.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): Monate bis Jahre
Was ist das?
- Humane Papillomviren infizieren Haut und Schleimhaut. Hochrisiko-Typen (v. a. 16, 18) verursachen Krebsvorstufen und Krebs, Niedrigrisiko-Typen (6, 11) Genitalwarzen.
Wie wird sie übertragen?
- Haut- und Schleimhautkontakt, vor allem beim Sex
- Kondome schützen nur teilweise
Welche Beschwerden treten auf?
- Meist gar keine
- Genitalwarzen
- Krebsvorstufen machen keine Beschwerden – deshalb Früherkennung
Wie wird sie behandelt?
- Kein Medikament gegen das Virus
- Warzen: Cremes, Vereisung, Laser
- Vorstufen am Gebärmutterhals: Kontrolle oder Konisation; Krebs: onkologische Therapie
Verlauf und Komplikationen
- Fast alle Menschen infizieren sich irgendwann; die meisten Infektionen heilen in 1–2 Jahren aus
- Hält die Infektion an, kann über Jahre Krebs entstehen: Gebärmutterhals, Anus, Penis, Vulva, Rachen
- In Deutschland rund 4.500 neue Gebärmutterhalskrebs-Fälle pro Jahr
Wann und wie oft impfen?
- 9–14 J
- 2 Dosen, Abstand 5–13 Monate
- Ab 15 J
- 3 Dosen (0, 2, 6 Monate)
- Abstand <5 Monate
- Dann 3. Dosis nötig
Auffrischung: keine
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren
- Nachholen bis 17 Jahre
- Danach individuelle Entscheidung – auch Erwachsene profitieren
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Schwangerschaft – verschieben
- Anaphylaxie (bei Gardasil auch Hefe)
- Akute fieberhafte Erkrankung – verschieben
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Schmerz, Rötung, Schwellung
- Kopfschmerzen
Gelegentlich
- Fieber
- Ohnmacht direkt nach der Spritze (Stressreaktion)
Sehr selten
- Große Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen, CRPS oder POTS
- Sehr selten Anaphylaxie
Was nach der Impfung zu beachten ist
- 15 Minuten sitzen oder liegen bleiben – Jugendliche werden nach Spritzen öfter ohnmächtig
- Am Impftag kein Sport
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung bei bestimmten Voraussetzungen
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.