Besondere Indikationen
Mpox-Impfung
Mpox · Nicht vermehrungsfähiger Lebendimpfstoff (MVA-BN, Imvanex) – auch bei Immunsuppression möglich
Kurz erklärt
Zwei Impfungen schützen vor Mpox. Empfohlen für Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 5–21 Tage
Was ist das?
- Virusinfektion aus der Familie der Pockenviren. Klade I verläuft schwerer als Klade II.
Wie wird sie übertragen?
- Enger Haut- und Schleimhautkontakt, vor allem beim Sex
- Kontakt mit Hautveränderungen oder Bettwäsche
- Selten Tröpfchen bei langem engem Kontakt
Welche Beschwerden treten auf?
- Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten
- Schmerzhafte Bläschen und Pusteln, oft im Genital- und Analbereich, Mund oder Gesicht
Wie wird sie behandelt?
- Meist symptomatisch, gute Schmerztherapie
- Schwere Verläufe: Tecovirimat
- Isolierung bis alle Krusten abgefallen sind
Verlauf und Komplikationen
- Meist 2–4 Wochen, Narben möglich
- Schwer bei Immunschwäche (unbehandeltes HIV), Kindern und Schwangeren
Wann und wie oft impfen?
- Vor Exposition
- 2 Dosen, Abstand ≥28 Tage
- Nach Exposition
- Möglichst innerhalb von 4 Tagen, spätestens 14 Tage nach Kontakt
Auffrischung: derzeit keine Routine-Empfehlung
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Männer mit gleichgeschlechtlichen Kontakten und wechselnden Partnern
- Sexarbeitende
- Laborpersonal mit Mpox-Kontakt
- Enge Kontaktpersonen nach Exposition
- Details zu Reiseindikationen: STIKO 2026 (präzisiert)
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Anaphylaxie auf einen Bestandteil (auch Hühnereiweiß-Spuren)
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Schmerz, Rötung, Verhärtung an der Einstichstelle
- Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerz
Gelegentlich
- Fieber
- Übelkeit
Sehr selten
- Sehr selten Anaphylaxie
Was nach der Impfung zu beachten ist
- 15 Minuten in der Praxis bleiben
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung bei bestimmten Voraussetzungen
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.