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Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

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Ab 60 und Risikogruppen

Pneumokokken-Impfung

Pneumokokken · Totimpfstoff (Konjugat, PCV20)

Kurz erklärt

Schützt vor schwerer Lungenentzündung und Blutvergiftung durch Pneumokokken. Ab 60 reicht meist eine einzige Spritze.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 1–3 Tage

Was ist das?

  • Bakterien, die viele Menschen harmlos im Nasen-Rachen-Raum tragen. Sie verursachen Lungenentzündung, Mittelohr- und Nebenhöhlenentzündung, Hirnhautentzündung und Blutvergiftung.

Wie wird sie übertragen?

  • Tröpfchen von Mensch zu Mensch
  • Erkrankung oft nach einem Virusinfekt wie Grippe

Welche Beschwerden treten auf?

  • Lungenentzündung: plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten mit Auswurf, Schmerzen beim Atmen, Atemnot
  • Ältere: oft nur Schwäche, Verwirrtheit, Stürze

Wie wird sie behandelt?

  • Antibiotika, ambulant z. B. Amoxicillin
  • Schwere Fälle stationär, z. B. Ceftriaxon oder Ampicillin/Sulbactam

Verlauf und Komplikationen

  • Lungenentzündung heilt meist in 2–3 Wochen, Erschöpfung länger
  • Invasive Erkrankung (Blutvergiftung, Meningitis) bei Älteren in etwa 10–20 % tödlich
  • Danach für Monate erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

Wann und wie oft impfen?

Säuglinge
2, 4 und 11 Monate (Frühgeborene 4 Dosen)
Ab 60 J
Einmalig PCV20
Ab 18 J mit Risiko
Einmalig PCV20
Früher PPSV23 erhalten
PCV20 in der Regel mit Mindestabstand von 6 Jahren (Details nach STIKO)

Auffrischung: nach PCV20 derzeit keine

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Alle ab 60 Jahren
  • Chronische Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankung
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen
  • Immundefizienz oder Immunsuppression, HIV
  • Fehlende oder nicht funktionierende Milz
  • Liquorfistel, Cochlea-Implantat

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Anaphylaxie auf einen Bestandteil (auch Diphtherie-Trägerprotein)
  • Akute fieberhafte Erkrankung – verschieben

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Schmerz und Schwellung an der Einstichstelle
  • Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen

Gelegentlich

  • Fieber
  • Gelenkschmerzen

Sehr selten

  • Sehr selten Anaphylaxie

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • 15 Minuten in der Praxis bleiben
  • Gut kombinierbar mit Grippe-, COVID- oder Gürtelrose-Impfung

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

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