Kurz erklärt
Schluckimpfung gegen schweren Brechdurchfall bei Babys. Wichtig: früh beginnen, ab 6 Wochen.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 1–3 Tage
Was ist das?
- Virus und häufigster Grund für schweren Brechdurchfall bei Säuglingen und Kleinkindern.
Wie wird sie übertragen?
- Fäkal-oral: über Hände, Spielzeug, Oberflächen
- Extrem ansteckend – sehr wenige Viren reichen
- Gegen Desinfektionsmittel relativ widerstandsfähig
Welche Beschwerden treten auf?
- Plötzliches Erbrechen und wässriger Durchfall
- Fieber, Bauchschmerzen
- Warnzeichen: trockene Windeln, Schläfrigkeit, eingesunkene Fontanelle
Wie wird sie behandelt?
- Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen (orale Rehydratationslösung)
- Bei Austrocknung Infusion im Krankenhaus
- Keine Antibiotika, keine Durchfallstopper bei Säuglingen
Verlauf und Komplikationen
- Dauer 2–6 Tage
- Gefahr ist die Austrocknung – vor der Impfung landeten viele Kinder deswegen im Krankenhaus
Wann und wie oft impfen?
- Ab 6 Wochen
- 2 Dosen (Rotarix) bis spätestens 24. Lebenswoche oder 3 Dosen (RotaTeq) bis spätestens 32. Woche
- Abstand
- Mindestens 4 Wochen zwischen den Dosen
Auffrischung: keine
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Alle Säuglinge ab 6 Wochen – möglichst früh beginnen
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Frühere Darminvagination oder Fehlbildung des Darms
- Schwerer Immundefekt (SCID)
- Akuter Durchfall oder Erbrechen – verschieben
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Leichter Durchfall, Blähungen
- Unruhe
Gelegentlich
- Erbrechen
- Fieber
Sehr selten
- Sehr selten Darminvagination, vor allem in der 1. Woche nach der 1. Dosis – Grund für den frühen Impfbeginn
Was nach der Impfung zu beachten ist
- Starke Bauchschmerzen, anhaltendes Schreien, Erbrechen oder Blut im Stuhl: sofort vorstellen
- Windeln 2 Wochen gründlich entsorgen, Hände waschen (Impfvirus wird ausgeschieden)
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.