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Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

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Kinder und Jugendliche

Rotaviren-Impfung

Rotaviren · Lebendimpfstoff (Schluckimpfung)

Kurz erklärt

Schluckimpfung gegen schweren Brechdurchfall bei Babys. Wichtig: früh beginnen, ab 6 Wochen.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): 1–3 Tage

Was ist das?

  • Virus und häufigster Grund für schweren Brechdurchfall bei Säuglingen und Kleinkindern.

Wie wird sie übertragen?

  • Fäkal-oral: über Hände, Spielzeug, Oberflächen
  • Extrem ansteckend – sehr wenige Viren reichen
  • Gegen Desinfektionsmittel relativ widerstandsfähig

Welche Beschwerden treten auf?

  • Plötzliches Erbrechen und wässriger Durchfall
  • Fieber, Bauchschmerzen
  • Warnzeichen: trockene Windeln, Schläfrigkeit, eingesunkene Fontanelle

Wie wird sie behandelt?

  • Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen (orale Rehydratationslösung)
  • Bei Austrocknung Infusion im Krankenhaus
  • Keine Antibiotika, keine Durchfallstopper bei Säuglingen

Verlauf und Komplikationen

  • Dauer 2–6 Tage
  • Gefahr ist die Austrocknung – vor der Impfung landeten viele Kinder deswegen im Krankenhaus

Wann und wie oft impfen?

Ab 6 Wochen
2 Dosen (Rotarix) bis spätestens 24. Lebenswoche oder 3 Dosen (RotaTeq) bis spätestens 32. Woche
Abstand
Mindestens 4 Wochen zwischen den Dosen

Auffrischung: keine

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Alle Säuglinge ab 6 Wochen – möglichst früh beginnen

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Frühere Darminvagination oder Fehlbildung des Darms
  • Schwerer Immundefekt (SCID)
  • Akuter Durchfall oder Erbrechen – verschieben

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Leichter Durchfall, Blähungen
  • Unruhe

Gelegentlich

  • Erbrechen
  • Fieber

Sehr selten

  • Sehr selten Darminvagination, vor allem in der 1. Woche nach der 1. Dosis – Grund für den frühen Impfbeginn

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • Starke Bauchschmerzen, anhaltendes Schreien, Erbrechen oder Blut im Stuhl: sofort vorstellen
  • Windeln 2 Wochen gründlich entsorgen, Hände waschen (Impfvirus wird ausgeschieden)

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

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