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Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

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Kinder und Jugendliche

6-fach-Impfung

6-fach-Impfung (Säuglinge) · Totimpfstoff (Kombination)

Kurz erklärt

Eine Spritze schützt das Baby vor sechs Krankheiten. Drei Termine im ersten Lebensjahr.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): je nach Erreger

Was ist das?

  • Die 6-fach-Impfung schützt vor Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Hepatitis B und Hib.
  • Hib (Haemophilus influenzae Typ b): Bakterium, das bei Kleinkindern Hirnhautentzündung und Kehldeckelentzündung auslöst. Details zu den anderen Krankheiten bei den Einzelimpfungen.

Wie wird sie übertragen?

  • Hib: Tröpfchen, enger Kontakt

Welche Beschwerden treten auf?

  • Hib-Meningitis: Fieber, Erbrechen, Nackensteife, Bewusstseinsstörung
  • Hib-Epiglottitis: hohes Fieber, Speichelfluss, kloßige Sprache, Atemnot – Notfall

Wie wird sie behandelt?

  • Hib: Antibiotikum (z. B. Ceftriaxon) im Krankenhaus, bei Epiglottitis Atemwegssicherung

Verlauf und Komplikationen

  • Hib-Meningitis: etwa 5 % tödlich, oft Hörschäden oder Entwicklungsstörungen
  • Seit Einführung der Impfung in Deutschland sehr selten

Wann und wie oft impfen?

Reifgeborene
2, 4 und 11 Monate (2+1-Schema)
Frühgeborene
2, 3, 4 und 11 Monate (3+1-Schema)
Nachholen
So früh wie möglich, Schema altersabhängig

Auffrischung: Weiter mit Tdap (5–6 J) und Tdap-IPV (9–16 J)

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Alle Säuglinge ab 8 Wochen
  • Hib einzeln: Erwachsene mit erhöhter Anfälligkeit für bekapselte Bakterien (z. B. ohne Milz)

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Akute schwere Erkrankung – verschieben
  • Anaphylaxie auf frühere Dosis
  • Enzephalopathie nach früherer Pertussis-Impfung

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Rötung, Schwellung, Druckschmerz
  • Unruhe, Weinen, Appetitlosigkeit
  • Fieber bis 39 °C

Gelegentlich

  • Fieber über 39,5 °C
  • Fieberkrampf

Sehr selten

  • Sehr selten hypoton-hyporesponsive Episode
  • Sehr selten Fieberkrampf

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • Kind 15 Minuten beobachten
  • Bei Fieber: ausreichend trinken lassen, ggf. fiebersenkendes Mittel
  • Schreien über Stunden, Krampf oder Schlaffheit: sofort melden

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

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