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Kinder und Jugendliche
6-fach-Impfung
6-fach-Impfung (Säuglinge) · Totimpfstoff (Kombination)
Kurz erklärt
Eine Spritze schützt das Baby vor sechs Krankheiten. Drei Termine im ersten Lebensjahr.
Die Krankheit
Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): je nach Erreger
Was ist das?
- Die 6-fach-Impfung schützt vor Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Hepatitis B und Hib.
- Hib (Haemophilus influenzae Typ b): Bakterium, das bei Kleinkindern Hirnhautentzündung und Kehldeckelentzündung auslöst. Details zu den anderen Krankheiten bei den Einzelimpfungen.
Wie wird sie übertragen?
- Hib: Tröpfchen, enger Kontakt
Welche Beschwerden treten auf?
- Hib-Meningitis: Fieber, Erbrechen, Nackensteife, Bewusstseinsstörung
- Hib-Epiglottitis: hohes Fieber, Speichelfluss, kloßige Sprache, Atemnot – Notfall
Wie wird sie behandelt?
- Hib: Antibiotikum (z. B. Ceftriaxon) im Krankenhaus, bei Epiglottitis Atemwegssicherung
Verlauf und Komplikationen
- Hib-Meningitis: etwa 5 % tödlich, oft Hörschäden oder Entwicklungsstörungen
- Seit Einführung der Impfung in Deutschland sehr selten
Wann und wie oft impfen?
- Reifgeborene
- 2, 4 und 11 Monate (2+1-Schema)
- Frühgeborene
- 2, 3, 4 und 11 Monate (3+1-Schema)
- Nachholen
- So früh wie möglich, Schema altersabhängig
Auffrischung: Weiter mit Tdap (5–6 J) und Tdap-IPV (9–16 J)
Für wen ist die Impfung empfohlen?
- Alle Säuglinge ab 8 Wochen
- Hib einzeln: Erwachsene mit erhöhter Anfälligkeit für bekapselte Bakterien (z. B. ohne Milz)
Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?
- Akute schwere Erkrankung – verschieben
- Anaphylaxie auf frühere Dosis
- Enzephalopathie nach früherer Pertussis-Impfung
Mögliche Impfreaktionen
Häufig
- Rötung, Schwellung, Druckschmerz
- Unruhe, Weinen, Appetitlosigkeit
- Fieber bis 39 °C
Gelegentlich
- Fieber über 39,5 °C
- Fieberkrampf
Sehr selten
- Sehr selten hypoton-hyporesponsive Episode
- Sehr selten Fieberkrampf
Was nach der Impfung zu beachten ist
- Kind 15 Minuten beobachten
- Bei Fieber: ausreichend trinken lassen, ggf. fiebersenkendes Mittel
- Schreien über Stunden, Krampf oder Schlaffheit: sofort melden
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Kassenleistung
Häufige Fragen
Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.