Zum Inhalt springen
Praxis im Chalet

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen. Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112. Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online.

Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen.Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online
Herbstferien in Bayern: Unsere Praxis ist geöffnet. Notfall-Sprechstunde Montag, 2. bis Donnerstag, 5. November 2026. Freitag, 6. November geschlossen.Im Notfall: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Lebensgefahr 112Rezepte, Krankschreibungen und Fragen über Mein Doktor Online
← Alle Impfungen

Erwachsene

Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten

Tetanus · Diphtherie · Keuchhusten · Totimpfstoff (Toxoid)

Kurz erklärt

Schützt vor Wundstarrkrampf, Diphtherie und Keuchhusten. Alle 10 Jahre eine Spritze reicht.

Die Krankheit

Zeit bis zum Ausbruch (Inkubationszeit): Tetanus 3–21 Tage · Diphtherie 2–5 Tage · Keuchhusten 7–20 Tage

Was ist das?

  • Tetanus: Das Gift eines Bodenbakteriums blockiert die Nervenbremse der Muskeln.
  • Diphtherie: Ein Bakteriengift zerstört Rachenschleimhaut und schädigt Herz und Nerven.
  • Keuchhusten: Bakterielle Infektion der Atemwege mit wochenlangen Hustenanfällen.

Wie wird sie übertragen?

  • Tetanus: Sporen aus Erde und Staub gelangen über Wunden in den Körper, auch über Splitter. Nicht ansteckend.
  • Diphtherie: Tröpfchen, seltener Hautwunden (Hautdiphtherie).
  • Keuchhusten: Tröpfchen beim Husten – sehr ansteckend, oft von Erwachsenen auf Babys.

Welche Beschwerden treten auf?

  • Tetanus: Kiefersperre, verkrampftes „Grinsen“, schmerzhafte Krämpfe bis zur Atemlähmung bei klarem Bewusstsein.
  • Diphtherie: Halsschmerzen, grau-weiße festhaftende Beläge, geschwollener Hals, süßlicher Mundgeruch.
  • Keuchhusten: Stakkato-Hustenanfälle mit Ziehen beim Einatmen und Erbrechen. Bei Erwachsenen oft nur langer Husten. Säuglinge: Atemstillstände.

Wie wird sie behandelt?

  • Tetanus: Intensivstation, Tetanus-Immunglobulin, Wundsanierung, Antibiotikum, Muskelrelaxation.
  • Diphtherie: Antitoxin so früh wie möglich, Antibiotikum, Isolierung.
  • Keuchhusten: Makrolid-Antibiotikum (z. B. Azithromycin) – verkürzt die Ansteckung, den Husten kaum.

Verlauf und Komplikationen

  • Tetanus: trotz Intensivtherapie etwa 10–20 % tödlich.
  • Diphtherie: 5–10 % tödlich, Herzmuskelentzündung und Lähmungen möglich.
  • Keuchhusten: Husten 6–10 Wochen („100-Tage-Husten“). Komplikationen: Lungenentzündung, Rippenbrüche, Leistenbruch. Für Säuglinge lebensgefährlich.

Wann und wie oft impfen?

Säuglinge
2, 4 und 11 Monate (im 6-fach-Impfstoff)
Kinder
Tdap mit 5–6 J, Tdap-IPV mit 9–16 J
Erwachsene
Td alle 10 Jahre; die nächste fällige Dosis einmalig als Tdap (ggf. Tdap-IPV)
Schwangere
Tdap in jeder Schwangerschaft ab dem 2. Trimenon – unabhängig vom letzten Impfabstand; bei drohender Frühgeburt früher im 2. Trimenon
Verletzung
Tetanus-Schutz prüfen: saubere Bagatellwunde → Auffrischung, wenn letzte Dosis >10 J; tiefe/verschmutzte Wunde → wenn >5 J

Auffrischung: alle 10 Jahre

Für wen ist die Impfung empfohlen?

  • Alle Menschen lebenslang (Tetanus, Diphtherie)
  • Pertussis: alle Erwachsenen einmal als Tdap
  • Enge Kontakte von Neugeborenen (Eltern, Großeltern, Betreuende), wenn letzte Pertussis-Impfung >10 J
  • Beschäftigte in Gesundheitswesen und Kita

Wer sollte nicht oder erst später geimpft werden?

  • Akute schwere, fieberhafte Erkrankung (>38,5 °C) – verschieben
  • Anaphylaxie auf eine frühere Dosis oder einen Bestandteil
  • Pertussis-Anteil: Enzephalopathie unklarer Ursache innerhalb 7 Tagen nach früherer Pertussis-Impfung
  • Kein Grund zu verzichten: Bagatellinfekt, Antikoagulation (i.m. mit feiner Kanüle, 2 Min. Druck)

Mögliche Impfreaktionen

Häufig

  • Rötung, Schwellung, Schmerz an der Einstichstelle (1–3 Tage)
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Unwohlsein

Gelegentlich

  • Fieber
  • Großflächige Schwellung des ganzen Oberarms (meist nach vielen Vorimpfungen)

Sehr selten

  • Zu kurze Abstände: starke Lokalreaktion (Arthus-Typ) möglich
  • Sehr selten: Anaphylaxie, Plexus-brachialis-Neuritis

Was nach der Impfung zu beachten ist

  • 15 Minuten in der Praxis bleiben
  • Am Impftag keine Hochleistung im Sport
  • Impfung im Impfpass eintragen lassen; nächste Auffrischung in 10 Jahren
  • Schwangere: Antikörper gehen auf das Baby über – Schutz in den ersten Lebenswochen

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Kassenleistung

Häufige Fragen

Zum Impf-Check: Welche Impfungen passen zu mir? →

Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: STIKO-Empfehlungen 2026. Quelle: Robert Koch-Institut.

Mein Doktor Online Route